Tradition ist, dass der Fenrisfyrd befreundete Krieger in seiner Unterkunft, der Gastgebery, empfängt und bewirtschaftet. Entsprechend ist die sprachliche Geräuschkulisse sehr durchmischt.
Ein weiteres Highlight im März jedes Jahres ist das Ripa Training, ein viertägiges Trainingswochenende, das von der Ripa Vikingekampgruppe organisiert wird. Dieses Event kombiniert historische Kampftechniken mit einem authentischen Erlebnis der Wikingerzeit. Teilnehmer haben die Möglichkeit, verschiedene Waffen zu erlernen und ihre Fähigkeiten in realistischen Szenarien zu testen. Das Training legt besonderen Wert auf die historische Genauigkeit und das Verständnis der Wikingerkriegsführung.
Dabei wird der Linienkampf intensiv für die Aufführungen während der Warrior-Week im August geprobt.
Der Linienkampf
Der Linienkampf ist eine, seit der Antike überlieferte, Formationskampftaktik (zum Beispiel griechische Phalanx und römische Legion) und wurde später im Mittelalter in Form von Schildwällen und Schlachtreihen weitergeführt.
Beim Zweireihen-Linienkampf läuft es wie folgt ab:
- Die Krieger der ersten Reihe bilden mit ihren großen Schilden eine geschlossene Front. Sie schützen sich selbst und ihre Kameraden hinter sich. Oft wird ein Schildwall gebildet, bei dem sich die Schilde überlappen, um eine fast undurchdringliche Barriere zu schaffen.
- Die zweite Reihe besteht aus Kriegern mit langen Speeren oder Lanzen, die hinter dem Schildwall stehen. Diese ragen über die Schultern der Schildträger hinweg nach vorne. So können sie Gegner attackieren, ohne den Schutz der vorderen Reihe zu verlieren.
Diese Kombination aus Verteidigung (Schilde) und Angriff (Speere) war in vielen Kulturen ein wesentliches taktisches Mittel – von der griechischen Phalanx über römische Formationen bis hin zu wikingerzeitlichen Schildwällen.
Minute: 6:20 Aus der Sicht des Kriegers